meinFrankfurt: Struwwelpeter-Museum

 

Struwwelpeter-Museum

Mitten im Frankfurter Westend, ganz unscheinbar in einem schönen alten Bürgerhaus in der Schubertstraße 20, ist das Struwwelpeter-Museum zu finden. Hier wird die Welt des Struwwelpeters und seines Autors Heinrich Hoffmann lebendig. Als der Frankfurter Arzt und Psychiater 1845 nichts geeignetes fand, entwarf er kurzerhand selbst die Geschichten und die heute so bekannten Figuren, allen voran die Titelfigur Struwwelpeter. Das Bilderbuch enthält mehrere Geschichten, in denen Kinder nach (angeblichem) Fehlverhalten drastische Folgen erleiden. Aus ihnen spricht ein autoritärer Erziehungsstil des 19. Jahrhunderts, der heute nicht unumstritten ist.

Der Titelfigur ist das kürzeste Gedicht gewidmet: „An den Händen beiden ließ er sich nicht schneiden seine Nägel fast ein Jahr. Kämmen ließ er nicht sein Haar. […] Pfui! ruft da ein jeder: Garst’ger Struwwelpeter“.

Der Struwwelpeter gehört zu den erfolgreichsten deutschen Kinderbüchern und wurde in zahlreiche Sprachen – von Afrikaans über Chinesisch bis Rätoromanisch übersetzt. Die Verwendung der beliebten Figur für Werbung und Kriegspropaganda wird im Museum kritisch behandelt.

Das Museum ist aber auch ein Mitmach-Museum für Kinder. Rund um das zentrale Thema werden Spiele, Malen und Basteln angeboten. Gerade in der bevorstehenden düsteren Jahreszeit eignet sich das Museum deshalb als Ausflugsziel für Familien mit Kindern.

Das Museum kann Dienstag bis Sonntag zwischen 10:00 Uhr und 17:00 Uhr besucht werden. Für eine Familie mit zwei Kindern über sechs Jahren kostet der Eintritt insgesamt 10,-€.

Hans-Peter Brill

 

Struwwelpeter

Struwwelpeter

Struwwelpeter-Museum

Struwwelpeter-Museum