meinFrankfurt: Nidda-Radweg von der Quelle bis zur Mündung Teil 1

Nidda-Radweg Teil 1: Niddaquelle bis Schotten

Ei Gude. Teil 1 des Nidda Radwanderwegs, von der Niddaquelle bis nach Schotten.

Ich starte am Wanderparkplatz Niddaquelle. Dieser erste Clip zum Nidda-Radwanderweg (Nidda-Radweg Teil 1) zeigt die Etappe von diesem Parkplatz bis zum Ort Schotten. Das sind 11 km, die man fast ohne Pedalumdrehungen komplett rollen kann. 458m Höhenunterschied verleiten sogar eher dazu, dabei zu schnell zu sein. Aber zu Beginn geht es erst einmal relativ eben durch den Wald. Zeit genug, um einen kurzen Blick zurück zu werfen.

Ich bin am Vortag die 100km von Frankfurt bis zum Hoherodskopf gefahren. Das ist eine ganz wesentlich größere Herausforderung als der heute im Video zu sehende Rückweg. Den Hinweg empfehle ich nur etwas geübteren Radfahrern, denn nach 100 km Strecke muss man dann auch noch die 458m hoch, die es heute bergab geht. Was in diesem Clip in nicht einmal 15 Minuten passiert, dauert bergauf 90 Minuten. Aus gutem Grunde zeige ich im Clip nicht, wie ich mich den Berg hinauf quäle.

Alternative Anreise

Den Rückweg nach Frankfurt schaffen hingegen auch ungeübte Radfahrer und ich kenne auch viele Senioren, die das Stück mit Wonne fahren. Man lässt sich samt Fahrrad zum Wanderparkplatz Niddaquelle fahren. Alternativ fährt in der Zeit vom 1. Mai bis Ende Oktober auch der Vulkan-Express, eine Buslinie, zu diesem Wanderparkplatz. So kommt man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos zum Ausgangspunkt der heutigen Tour.

Vom Wanderparkplatz kann man die 500m zur Niddaquelle laufen. Das dortige Hochmoor ist durchaus interessant. Und nach diesem Auflockerungsspaziergang geht es dann aufs Fahrrad.

Ich habe übrigens die Nacht im Berghotel Hoherodskopf verbracht. Dieses hat preiswerte, saubere Zimmer. Nur ist es etwas hellhörig, insbesondere bei bis in die Nacht feiernden Gästen. Die Lage auf dem höchsten Punkt des Vogelsberg ist einzigartig.

Es geht vorbei an den von der noch sehr kleinen Nidda durchflossenen Forellenteichen. Diese sind umgeben von eher sumpfigem Gebiet. Niederschläge gibt es hier mehr als genug. Um die Wege ganzjährig befahrbar zu machen sind sie geschottert. Kein Problem für mein Touring-Rad. Einige Rennradbesitzer fürchten auf dieser Piste aber um ihre empfindlichen Maschinen.

Und dann geht es in Schussfahrt den Berg hinunter. Im Bild sieht man gar nicht, wie stark das Gefälle hier tatsächlich ist. Es ist wirklich Vorsicht geboten!

Rudingshain

Nach dieser Schussfahrt geht es dann in das 500 Seelen-Dorf Rudingshain. Ein Schild bittet Radfahrer, sich auf Tempo 30 zu beschränken. Das sagt schon etwas über das immer noch bestehende Gefälle aus.

Das Haus der Freiwilligen Feuerwehr ist mit ihrem Leitspruch versehen: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.

Ab hier geht es dann auf der Landstraße weiter. Unten im Ort Schotten ist aktuell eine Baustelle. Ich weiß nicht, ob dies der einzige Grund ist, dass es hier kaum Autoverkehr gibt. Zumindest heute war die Fahrt auf der Landstraße völlig problemlos.

Immer noch auf einer Höhe von mehr als 400m geht es weiter deutlich bergab. Jetzt ist auf der gut asphaltierten, übersichtlichen Landstraße das ungebremste Abwärtsrollen auch kein Problem.

Diese Impressionen von der Fahrt auf der Landstraße lasse ich einmal mit deutlich höhrer Filmgeschwindigkeit ablaufen.

Vogelpark Schotten

Vor dem Erreichen der Stadt Schotten liegt auf der rechten Seite noch der Vogelpark Schotten, der über sich sagt, Vogelpark, Streichelzoo, Spielplatz und Sinnesgarten zu sein. Die Außenanlage zeigt Vögel aus der ganzen Welt. Die Freiflughalle bietet exotische Vogelarten in tropischer Fauna. Bei einem Gang durch das tropisch angelegte Affen- und Reptilienhaus können zahlreiche Reptilien wie Sporn- und Vierzehenschildkröten bewundert werden. In der neu gestalteten Australien-Anlage leben Tiere wie Kängurus und Emus zusammen. Das Streichelgehege ist vor allem Höhepunkt für die Kinder und für diese gibt es auch einen Spielplatz. Schließlich können auf dem Barfußweg unterschiedlichste Materialien ertastet und im Duftgarten verschiedene Kräuter und Pflanzen gerochen werden.

http://vogelpark-schotten.de/

Und damit erreiche ich dann den Ortseingang von Schotten. Im Ort ist die Nidda immer noch ein recht kleiner Bach, wie hier beim Durchfließen des Alteburg-Parks, wo es sogar einen kleinen Nidda-Wasserfall gibt.

Der Name Schotten soll auf die von schottischen Mönchen gegründete erste Kirche der Stadt zurück gehen. Der dort heute stehende Folgebau trägt zu der angenehmen Stimmung bei, die der mittelalterlich anmutende Anblick der vielen Fachwerkbauten vermittelt.

Vulkaneum

Direkt neben der Route gelegen ist das Vulkaneum, das Sie auf eine interaktive Erlebnisreise zum Thema Vulkanismus einlädt, die heiße Vergangenheit des Vogelsbergs.

Überall in der Stadt erfährt man auf Tafeln mehr über die wechselvolle Geschichte dieser Stadt, so zum Eppsteiner Schloss, dem Eppsteiner Keller und vielen anderen historischen Gebäuden. Ein sehr gutes Steak hatte ich in der ‚Linde‘. Aber natürlich kann man bei der Durchfahrt den Ort auch ganz so auf sich wirken lassen, wie er sich zeigt.

Auf dieser ersten Etappe war es weniger Radfahren als Runterrollen. Das waren 11 km bergab ohne jede Anstrengung. 73 weitere km liegen noch vor uns bis zur Wörthspitze.

An der ersten Ampel endet dann die erste Etappe und natürlich geht es im direkt anschließenden zweiten Clip zum Nidda-Radwanderweg weiter Richtung Frankfurt und Niddamündung.