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Konzert im Karmeliterkloster

Die Musik, die Sie im Hintergrund hören, ist die E-Moll Toccata von Johann Sebastian Bach, gespielt von Eva Maria Pollerus. Sie ist eine österreichische Cembalistin und Professorin für Cembalo und Generalbass an der Musikhochschule Frankfurt am Main.

Seit 1998 organisiert die Agentur ALLEGRA das beliebte Festival für „Alte Musik“ im Rahmen des Museumsuferfestes der Stadt Frankfurt am Main. In der malerischen Kulisse des Kreuzgangs und des Refektoriums des Karmeliterklosters Frankfurt am Main fanden diverse Konzerte mit alter Musik statt. Unter den eindrucksvollen Wandmalereien erlebten jährlich 5000 Besucher besinnliche Stunden mit Musik aus Mittelalter, Barock und Klassik.

Das Cembalo ist ein historisches Tasteninstrument, das seine Blütezeit vom 15. bis 18. Jahrhundert hatte. Von anderen Tasteninstrumenten hebt es sich vor allem durch seinen hellen, obertonreichen Klang ab. Im Gegensatz zum Klavier werden die Saiten beim Cembalo nicht mit Hämmerchen angeschlagen, sondern mit sogenannten Kielen angerissen.

Zu den Klängen von Jacques Duphly, einem französischen Cembalospieler und Komponisten des 18. Jahrhunderts möchte ich Ihnen das Karmeliterkloster gerne etwas zeigen.

Das Karmeliterkloster ist die einzige erhaltene mittelalterliche Klosteranlage in Frankfurt am Main. Die Ursprünge reichen bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück. Von herausragender kunsthistorischer Bedeutung sind dabei die Wandmalereien des schwäbischen Malers Jörg Ratgeb (um 1480-1526). Die Darstellungen gelten als die bedeutendsten vorbarocken Wandmalereien nördlich der Alpen.

Als letztes spielte Frau Pollerus noch ein Stück eines Komponisten aus ihrer Heimat Graz. Johann Josef Fux war Wiener Hofkompositeur des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Vielen ist er eher bekannt als Musiktheoretiker, vor allem durch sein 1725 veröffentlichtes Werk ‚Gradus ad Parnassum‘, ein Lehrbuch über die Grundlagen des Kontrapunkts, die wichtigste Kompositionstechnik der Renaissance und des Barock.

Hans-Peter Brill

 

Karmeliterkloster