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Guerilla-Haltestellen

Wenn die Frankfurter Stadtverordneten in ihrer gewohnten Ignoranz Anregungen von Bürgern nicht zur Kenntnis nehmen, dann muss man andere Ideen entwickeln. Cajus Heubner, der sich auch in der Gründung eines Kunst- und Kulturvereins engagiert, schritt einfach zur Tat.

Da wo die Stadt Frankfurt gegen ihre eigenen Regeln verstößt und Straßenbahnhaltestellen viel zu weit auseinander sind, hat der gelernte Zimmermann einfach eine neue Haltestelle gebaut. Natürlich halten die Straßenbahnen nicht an den Guerilla-Haltestellen Strahlenberger Weg. Das war auch nicht zu erwarten. Er wollte mit seinem friedlichen Protest einfach ein politisches Zeichen setzen und so Gehör finden.

Die Stadt hat bereits mit ihren üblichen Drohgebärden reagiert, wenn bis Montag die Haltestellen nicht vollständig entfernt sein sollten. Derart unsensibles Vorgehen gegen engagierte Frankfurter Bürger kenne ich aus eigener Erfahrung. Auch mir sind Gewalt und Klagen angedroht worden für den Fall, dass ich nochmals die Arbeit unserer Stadtverordneten filmen sollte. Ich denke, die werden gute Gründe haben, dass sie lieber heimlich mauscheln wollen. Und auch das Engagement von Cajus Heubner geht über die Guerilla-Haltestellen hinaus. Man wolle damit allgemein auf die Situation in der Stadt aufmerksam machen. Recht hat er!