mein Frankfurt: Frankfurter Dom

Frankfurter Dom

Der Kaiserdom St. Bartholomäus ist genau genommen gar kein Dom, denn er war nie Bischofskirche. Seine Bedeutung hat er aber nicht nur, weil er der größte Sakralbau Frankfurts ist. Als einstige Wahl- und Krönungskirche der römisch-deutschen Kaiser ist der Dom eines der bedeutendsten Bauwerke der Reichsgeschichte und bedeutendes Symbol nationaler Einheit.

Im Dom gibt es seit Jahren die „Frankfurter Domkonzerte“ mit internationalen Künstlern. Sie finden weithin Beachtung und zählen ohne Zweifel zu den herausragenden kulturellen und gesellschaftlichen Ereignissen. Im September-Konzert wird beispielsweise Bach gespielt. Deshalb Toccata und Fuge als Hintergrundmusik.

Der heutige Bau ist der dritte Kirchenbau an gleicher Stelle. Die jetzige Kirche entstand im Wesentlichen zwischen 1250 und 1514.

Typologisch handelt es sich um eine dreischiffige Hallenkirche mit gestrecktem 5/8-Chorschluss und angesetztem Westturm auf quadratischem Grundriss. Durch das aus städtebaugeschichtlichen Gründen sehr kurze Langhaus mit nur drei Jochen und das sehr lange Querhaus weist der Dom die Grundform eines Zentralbaus auf.

Mit seinem 95 Meter hohen Turm ragt er über die Frankfurter Innenstadt.

Ganzjährig ist es möglich, die 66 Meter hochgelegene Plattform zu besichtigen. Wer den Blick über die Stadt und die Skyline genießen möchte, muss ca. 300 Stufen überwinden, die durch ein enges Treppenhaus führen. Aber der grandiose Ausblick über die Stadt in alle Richtungen ist die Mühe wert.

Hans-Peter Brill

 

Frankfurter Dom

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