meinFrankfurt: Barbers Puppenspiel


Ei Gude, heute bei der Puppenbühne Barber!

Yakari ist der Held einer gleichnamigen Comicreihe,
die von Texter André Jobin und dem
Zeichner Claude de Ribaupierre erfunden wurde.

Zu Yakari gibt es mehr als 40 Bände.
Mit den Tieren und seinen menschlichen Freunden
erlebt er viele Abenteuer, in denen die
Tierwelt eine wichtige Rolle spielt.

Das Puppenspiel basiert auf dem ersten Band

Yakari begegnet erstmals seinem Pony ‚Kleiner Donner‘

und seinem Totemtier Großer Adler

Hintergrund:
Es geht darum Kindern den respektvollen Umgang mit Tieren zu vermitteln.

Ein tolles Erlebnis für die ganze Familie.

Jeden Donnerstag und Freitag um 16 Uhr

Samstag und Sonntag 11 Uhr

noch bis zum 22. April 2019

Veröffentlicht unter Events

meinFrankfurt: Der Zirkus Charles Knie kommt nach Frankfurt am Main

Der Zirkus Charles Knie kommt nach Frankfurt am Main

Vom 11. bis zum 29. Juli wird der Zirkus Charles Knie in Frankfurt gastieren. Das verspricht einzigartige Unterhaltung für Groß und Klein.

Weltklasse Raubtier-Dressur

Das Aushängeschild ist der Weltklasse-Dompteur Alexander Lacey, der für diese Show die höchste Auszeichnung auf dem „Internationalen Circusfestival von Monte Carlo“ erhielt. Er bietet eine atemberaubende Raubtiergruppe.

Tierdressuren

Der Zirkus Charles Knie ist einer der ganz wenigen großen Zirkusse, die Tierdressuren bieten, wie man sie einfach von einem Circus erträumt. Der Tierlehrer Marek Jama präsentiert in der Manege Pferde, Kamele, Lamas, Känguruhs und viele mehr.

Flugtrapez

Und was wäre ein Zirkus ohne Flugtrapez? Die Gruppe Flying Wulber zeigt unter anderem den legendären dreifachen Salto-Mortale.

Familienvorstellung

Für Familien ist besonders der Mittwoch ab 16 Uhr zu empfehlen. Die Familienvorstellung kostet nur 10€ auf allen Plätzen. Und ganz kostenlos sind die kommentierten Raubtierproben am Samstag, den 14. Juli 2018. Dazu gibt es ein buntes Rahmenprogramm und einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen. Dafür lohnt es sich unbedingt, zum Festplatz am Ratsweg zu kommen. Also ich gehe auf jeden Fall hin.

meinFrankfurt: Nachtlandung in Frankfurt am Main

Nachtlandeanflug mit Blick auf nächtliche Skyline

meinFrankfurt zeigt heute unkommentiert mit Originalton die Nachtlandung einer Boeing 757-300 der Gesellschaft Condor aus Mallorca kommend im nächtlichen Landeanflug und Blick auf die beleuchtete Skyline von Frankfurt am Main und die Flughafenterminals.

Kenia Info, mein anderer Kanal

meinFrankfurt bringt weiterhin im Schwerpunkt kurze, knackige Videos zu Frankfurt am Main. Hinzu gekommen sind in jüngster Zeit die Videos zu den Radtouren in Frankfurt, rund um Frankfurt und nach Frankfurt am Main. Wer hingegen einmal Lust auf etwas völlig anderes hat, darf gerne einen Blick auf meinen anderen Kanal werfen: Kenia Info

Kenia Info

Kenia Info auf YouTube

Die Website zum Kanal: http://keniainfo.club/
Der Kanal auf YouTube: https://www.youtube.com/channel/UC6onRqel3jQscHT0QWxxPcg

Kenia Info bietet seit Februar 2018 Informationen über Kenia mit den Schwerpunkten Safaris, Hotels, Reisen und Sehenswürdigkeiten. Nach und nach werden unterschiedliche Themen in zumeist 3 bis 5 Minuten langen Videoclips vorgestellt.

Vielleicht ist Kenia ja mal eine echte Alternative für den nächsten Urlaub – und günstiger als viele zunächst befürchten. Aber Vorsicht, Kenia kann süchtig machen, wie dieses Video humorvoll zeigt:

Kenia Virus

Kenia Virus

Themen

Zu den Themen des Kanals Kenia Info gehören bisher:

Hotel-Vorstellung, beispielsweise für

  • Baobab beach Vresort an der Südküste Kenias (Diani Beach)
  • Nelson’s Court Serviced Appartments in Nairobi

Allgemeine Touristeninformationen:

  • VISA beantragen
  • Womit bezahle ich in Kenia?
  • Die Affen an der Südküste
  • Kisuaheli, die Sprache Ostafrikas

Die Attraktionen Kenias:

  • National Museum
  • Railway Museum mit vielen alten Dampfloks

und vielen anderem mehr.

In Kürze folgen dann die Videos zu den Safaris in Tsavo Ost, Tsavo West, Amboseli, Massai Mara usw.

Es lohnt sich also, den Kanal zu abonnieren und immer wieder rein zu schauen. Viel Spaß dabei!

meinFrankfurt: Nidda-Radweg von der Quelle bis zur Mündung Teil 1

Nidda-Radweg Teil 1: Niddaquelle bis Schotten

Ei Gude. Teil 1 des Nidda Radwanderwegs, von der Niddaquelle bis nach Schotten.

Ich starte am Wanderparkplatz Niddaquelle. Dieser erste Clip zum Nidda-Radwanderweg (Nidda-Radweg Teil 1) zeigt die Etappe von diesem Parkplatz bis zum Ort Schotten. Das sind 11 km, die man fast ohne Pedalumdrehungen komplett rollen kann. 458m Höhenunterschied verleiten sogar eher dazu, dabei zu schnell zu sein. Aber zu Beginn geht es erst einmal relativ eben durch den Wald. Zeit genug, um einen kurzen Blick zurück zu werfen.

Ich bin am Vortag die 100km von Frankfurt bis zum Hoherodskopf gefahren. Das ist eine ganz wesentlich größere Herausforderung als der heute im Video zu sehende Rückweg. Den Hinweg empfehle ich nur etwas geübteren Radfahrern, denn nach 100 km Strecke muss man dann auch noch die 458m hoch, die es heute bergab geht. Was in diesem Clip in nicht einmal 15 Minuten passiert, dauert bergauf 90 Minuten. Aus gutem Grunde zeige ich im Clip nicht, wie ich mich den Berg hinauf quäle.

Alternative Anreise

Den Rückweg nach Frankfurt schaffen hingegen auch ungeübte Radfahrer und ich kenne auch viele Senioren, die das Stück mit Wonne fahren. Man lässt sich samt Fahrrad zum Wanderparkplatz Niddaquelle fahren. Alternativ fährt in der Zeit vom 1. Mai bis Ende Oktober auch der Vulkan-Express, eine Buslinie, zu diesem Wanderparkplatz. So kommt man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos zum Ausgangspunkt der heutigen Tour.

Vom Wanderparkplatz kann man die 500m zur Niddaquelle laufen. Das dortige Hochmoor ist durchaus interessant. Und nach diesem Auflockerungsspaziergang geht es dann aufs Fahrrad.

Ich habe übrigens die Nacht im Berghotel Hoherodskopf verbracht. Dieses hat preiswerte, saubere Zimmer. Nur ist es etwas hellhörig, insbesondere bei bis in die Nacht feiernden Gästen. Die Lage auf dem höchsten Punkt des Vogelsberg ist einzigartig.

Es geht vorbei an den von der noch sehr kleinen Nidda durchflossenen Forellenteichen. Diese sind umgeben von eher sumpfigem Gebiet. Niederschläge gibt es hier mehr als genug. Um die Wege ganzjährig befahrbar zu machen sind sie geschottert. Kein Problem für mein Touring-Rad. Einige Rennradbesitzer fürchten auf dieser Piste aber um ihre empfindlichen Maschinen.

Und dann geht es in Schussfahrt den Berg hinunter. Im Bild sieht man gar nicht, wie stark das Gefälle hier tatsächlich ist. Es ist wirklich Vorsicht geboten!

Rudingshain

Nach dieser Schussfahrt geht es dann in das 500 Seelen-Dorf Rudingshain. Ein Schild bittet Radfahrer, sich auf Tempo 30 zu beschränken. Das sagt schon etwas über das immer noch bestehende Gefälle aus.

Das Haus der Freiwilligen Feuerwehr ist mit ihrem Leitspruch versehen: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.

Ab hier geht es dann auf der Landstraße weiter. Unten im Ort Schotten ist aktuell eine Baustelle. Ich weiß nicht, ob dies der einzige Grund ist, dass es hier kaum Autoverkehr gibt. Zumindest heute war die Fahrt auf der Landstraße völlig problemlos.

Immer noch auf einer Höhe von mehr als 400m geht es weiter deutlich bergab. Jetzt ist auf der gut asphaltierten, übersichtlichen Landstraße das ungebremste Abwärtsrollen auch kein Problem.

Diese Impressionen von der Fahrt auf der Landstraße lasse ich einmal mit deutlich höhrer Filmgeschwindigkeit ablaufen.

Vogelpark Schotten

Vor dem Erreichen der Stadt Schotten liegt auf der rechten Seite noch der Vogelpark Schotten, der über sich sagt, Vogelpark, Streichelzoo, Spielplatz und Sinnesgarten zu sein. Die Außenanlage zeigt Vögel aus der ganzen Welt. Die Freiflughalle bietet exotische Vogelarten in tropischer Fauna. Bei einem Gang durch das tropisch angelegte Affen- und Reptilienhaus können zahlreiche Reptilien wie Sporn- und Vierzehenschildkröten bewundert werden. In der neu gestalteten Australien-Anlage leben Tiere wie Kängurus und Emus zusammen. Das Streichelgehege ist vor allem Höhepunkt für die Kinder und für diese gibt es auch einen Spielplatz. Schließlich können auf dem Barfußweg unterschiedlichste Materialien ertastet und im Duftgarten verschiedene Kräuter und Pflanzen gerochen werden.

http://vogelpark-schotten.de/

Und damit erreiche ich dann den Ortseingang von Schotten. Im Ort ist die Nidda immer noch ein recht kleiner Bach, wie hier beim Durchfließen des Alteburg-Parks, wo es sogar einen kleinen Nidda-Wasserfall gibt.

Der Name Schotten soll auf die von schottischen Mönchen gegründete erste Kirche der Stadt zurück gehen. Der dort heute stehende Folgebau trägt zu der angenehmen Stimmung bei, die der mittelalterlich anmutende Anblick der vielen Fachwerkbauten vermittelt.

Vulkaneum

Direkt neben der Route gelegen ist das Vulkaneum, das Sie auf eine interaktive Erlebnisreise zum Thema Vulkanismus einlädt, die heiße Vergangenheit des Vogelsbergs.

Überall in der Stadt erfährt man auf Tafeln mehr über die wechselvolle Geschichte dieser Stadt, so zum Eppsteiner Schloss, dem Eppsteiner Keller und vielen anderen historischen Gebäuden. Ein sehr gutes Steak hatte ich in der ‚Linde‘. Aber natürlich kann man bei der Durchfahrt den Ort auch ganz so auf sich wirken lassen, wie er sich zeigt.

Auf dieser ersten Etappe war es weniger Radfahren als Runterrollen. Das waren 11 km bergab ohne jede Anstrengung. 73 weitere km liegen noch vor uns bis zur Wörthspitze.

An der ersten Ampel endet dann die erste Etappe und natürlich geht es im direkt anschließenden zweiten Clip zum Nidda-Radwanderweg weiter Richtung Frankfurt und Niddamündung.

meinFrankfurt: Radtour die Nidda entlang

 

die Nidda entlang von der Stadtgrenze zu Bad Vilbel bis zur Mündung in den Main

In meiner Reihe schönster Radstrecken in und um Frankfurt am Main geht es heute immer der Nidda entlang durch Frankfurt.

Hier irgendwo befindet sich zumindest am Südufer der Nidda die Stadtgrenze Frankfurts zu Bad Vilbel. Hinter mir liegt in nicht all zu großer Entfernung die S-Bahn-Station Bad-Vilbel Süd für diejenigen, die mit der S-Bahn an den Startpunkt der heutigen Tour gelangen möchten. Alternativ kann man natürlich auch an der S-Bahn-Station Berkersheim beginnen und die ersten 700m auslassen.

Vorab: Die Strecke ist rund 20km lang. Man fährt gemütlich eine Stunde mit dem Rad. Die Strecke ist absolut seniorengerecht und es bieten sich viele Möglichkeiten, zwischendurch zu pausieren. Auch Familien mit Kindern kann ich diese Tour sehr ans Herz legen. Die Strecke verläuft eben ohne Steigungen oder Gefälle und hat nur wenige Kreuzungspunkte mit größeren Straßen, an denen besondere Vorsicht geboten ist.

Am rechten Niddaufer liegt Harheim, das sich seinen dörflichen Charakter sehr gut erhalten konnte. Das ist nicht nur ein schöner Stadtteil Frankfurts. Für diejenigen, die beim Start unerwartet ein Problem mit dem Fahrrad feststellen, sei in Harheim MainVelo empfohlen. Diese haben Mittwoch bis Freitag Nachmittag und Samstag Vormittag geöffnet. Über die Brücke ist das Geschäft nur 500m entfernt.

Ab jetzt sind wir auf dem Niddaradweg, in Frankfurt Teil des Grüngürtelradwegs. Zur kompletten Länge des Niddaradwegs von knapp 100km, vom Vogelsberg bis Frankfurt, wird es hier demnächst auch noch ein Video geben. Die heutige Tour folgt dem Uferradweg durch Frankfurt. Die Nidda ist ein ganz zentraler Bestandteil des Frankfurter Grüngürtels. Zusammen mit den Kleingärten und angrenzenden Parks ist die Nidda eine grüne Ader durch die Großstadt Frankfurt. Das sieht man auch bereits auf diesem Stück sehr schön. Bevor die Nidda hier in einen engen Kanal gezwängt wurde, muss die Gegend sehr feucht gewesen sein. Daraus leitet sich auch der Name Horeheim, aus dem dann Harheim wurde, ab. Harheim wurde übrigens unter energischem Protest zahlreicher Harheimer zwangsweise nach Frankfurt eingemeindet und kann sich bis heute eine gewisse Eigenwilligkeit bewahren.

Wer übrigens die in diesem am Karfreitag aufgenommenen Clip zu sehenden Menschen zählt, kommt auf weit über 1.000 Personen. Und das ist nur eine Momentaufnahme. Dies zeigt deutlich wie beliebt die Nidda als Naherholungsziel ist.

Links ist Berkersheim zu sehen (zu erahnen?). Allerdings liegt seit 1850 die Trasse der Main-Weser-Bahn, jetzt eine im weiteren Ausbau befindliche S-Bahn-Strecke, zwischen Nidda und dem Ort. Hier gibt es einen der wenigen beschrankten Bahnübergänge. Sein Ersatz durch eine Omega-förmige Brücke ist momentan heiß umstritten. Berkersheim gehörte im Laufe der Geschichte wechselnd zu Frankfurt oder Hanau. Damit waren Themen rund um Berkersheim im Laufe seiner langen Geschichte immer heiß umstritten. Aber auf dem Niddaradweg bekommt man davon nichts mit.

Der Niddaradweg ist ein Weg für alle. Dazu gehören nicht nur Fißgänger und Radfahrer. Aucg reiter nutzen diesen Weg sehr gerne. Ein hier ansässiger Reitstall sorgt leider immer wieder für eine mitunter erhebliche Verschmutzung des Radwegs.

Apropos Weg für alle. Dies ist kein reiner Radweg, sondern ein Weg für Trecker, Jogger, Fahrradfahrer, Fußgänger, Skater, Familien, Kleinkinder: Langsame und Schnelle

Da kommt man sich schnell in die Quere – daher ist Rücksichtnahme angesagt:

Als Radfahrer bitte mit angemessener Geschwindigkeit fahren. Fahrt langsam, besonders wenn viele Menschen auf dem Weg sind!

Und uns Radfahrern bleibt nur die Hoffnung, dass sich auch die übrigen rücksichtsvoll verhalten, also beispielsweise Hundehalter ihre Tiere anleinen und die Leine nicht quer über den Weg gespannt ist.

Vor Ostern war es dieses Jahr noch sehr kalt. Daher sind die Bäume dieses Jahr noch alle winterlich kahl. Doch schon bald wird man hier durch ein grünes Blättermeer radeln. Dann ist der Radweg noch attraktiver. Und immer wieder stehen am Wegesrand Bänke, auf denen man bei Bedarf ausruhen kann.

Die Idee eines Frankfurter Grüngürtels geht übrigens auf ein Konzept des Architekten Till Behrens zurück. Auch wenn die Stadt Frankfurt bei der Übernahme des Konzepts ganz wichtige Bestandteile wie Frischluftschneisen, Grünradialen und Frischluftregenerationsräume wegfallen ließ, so machten die großen Grünflächen die Stadt erst wirklich bewohnbar. Und die Niddaufer, die wir heute befahren, sind ein ganz wichtiger Bestandteil davon.

Interessant ist, dass Till Behrens seine Pläne in einer Art Graswurzelbewegung mit den Bürgern gemeinsam völlig ehrenamtlich erarbeitete. Das ist ein ganz wesentlicher Unterschied zu beispielsweise der Bestandsaufnahme von Albert Speer und Partner im Jahre 2009, die aus städtischen Mitteln finanziert das Ganze von oben nach unten angeht. Ich wünsche mir oftmals, dass wir zu unseren basisdemokratischen Wurzeln zurückfinden mögen. Frankfurt war immer geprägt durch das ganz persönliche Engagement seiner Bürger.

Seit dem 14. November 1991 hat Frankfurt eine Grüngürtel-Verfassung. Sie beinhaltet unter anderem einen Plan mit den Grenzen des Grüngürtels und eine Grüngürtel-Charta, in der die Ziele festgehalten sind. Der Grüngürtel ist dadurch vor Bebauung geschützt. Die Verfassung lässt zwar prinzipiell zu, dass die Stadtverordneten beschließen, Teile aus dem GrünGürtel zu entnehmen, allerdings nur, wenn ein in Größe und Fläche gleichwertiger Ersatz zur Gesamtfläche hinzugefügt wird. Das gibt Grund für die Annahme, dass dieser schöne Radweg auch in Zukunft noch lange so schön erhalten bleiben wird.

Der Radweg folgt immer weiter der Nidda. Dabei hat man stets weite Felder zur Linken und den Ufer-Baumbestand zur Rechten.

Am Nordufer liegt der Nordpark Bonames. Mitten in den nördlichen Niddaauen, südlich des Ortes Bonames und nördlich der Nidda liegt ein natürlich bewachsenes Freizeitgelände. Grillmulden, zu denen die Besucher den eigenen Grill mitbringen dürfen, finden sich nahe der Homburger Landstraße. Auf der hügeligen Wildwiese lässt es sich prächtig picknicken, wahlweise an Holztischen und -bänken oder Sitzrondellen aus Findlingen und Baumstämmen. Dazu gibt es Spazier- und asphaltierte Radwege. All das macht den Nordpark zu einem beliebten Ausflugsziel und gerade für Familien zu einem Ort für Freizeit und Erholung. Dies ist nur eine von vielen Gelegenheiten für einen kleinen Abstecher.

Jetzt kreuzt der Radweg die Homburger Landstraße. Bitte nutzen Sie die hier installierte Fußgängerampel. Eltern sollten hier auf ihre Kinder besonders achten, da die schnurgerade Straße zu überhöhten Geschwindigkeiten der Autofahrer verleitet und diese rasch falsch eingeschätzt werden können.

Aufgestaut durch Wehre und ihrer natürlichen Windungen beraubt fließt die Nidda hier träge dahin

Der Name Bonames soll entweder auf bona mansio, also gute Raststätte, oder bona missa, gute Messe, zurück gehen. Da die Straßen im Ort eng sind und oft stark befahren, ist trotz des romantischen mittelalterlichen Eindrucks, den Bonames auch heute noch vermittelt, ein Abstecher nur bedingt zu empfehlen.

Auf der nördlichen Flußseite liegt der ehemalige Flughafen Bonames. Über die Brücke sind es nur wenige Meter und das Tower Café bietet sehr viel mehr als nur Kaffee und Kuchen, an Sonn- und Feiertagen sogar ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Der Flugplatz wurde renaturiert, Teile davon sind zur Rollschuhbahn und zum Skateboardplatz ausgebaut worden. Außerdem sind dort das Feuerwehrmuseum Frankfurt und ein Heimatmuseum beheimatet. Nicht nur Kindern gefällt das Heckenlabyrinth.

Auf dem Geländer der Niddabrücke ist die Skulptur des Phantasiewesens Grüngürteltier installiert. Es heißt, die Skulptur im Vorbeifahren zu streicheln bringe Radfahrern Glück.

Überall am Rand sieht man frisch gefällte und beschnittene Bäume. Es ist schön zu sehen, dass das Grünflächenamt dafür sogt, dass der Weg gut erhalten bleibt. Mich wundert nur, dass nach dem 1. März noch Bäume gefällt werden. Dies ist bis zum 30.9. auf öffentlichen Flächen eigentlich nicht mehr zulässig, nur in privaten Gärten.

Immer wieder kann man den Blick über die Nidda auf den Taunus-Hochkamm schweifen lassen.

Inzwischen sind wir bereits über 5km gefahren und haben damit bereits ein Viertel der Gesamtstrecke hinter uns gebracht. Bei dieser abwechslungsreichen Strecke verfliegt die Zeit wie im Nu.

Nun geht es unter der A661 hindurch auf Eschersheim zu.

Der Blick über die Nidda nach Norden fällt nun auf ein renaturiertes Industriegebiet. Der Boden war schwer belastet und wurde 10m tief abgetragen. Das ergab den künstlichen Hügel, dessen Sickerwasser noch für lange Zeit durch Aktivkohlefilter gereinigt werden muss bevor es der Nidda zugeführt werden darf. Jetzt soll sich die Natur langsam zurück erobern, was der Mensch 150 Jahre lang sehr künstlich gestaltet hatte. Vor allem sind die Wiesen nun ein Retentionsraum, dienen also dem Zurückhalten des Wassers bei Hochwassergefahr.

Überall auf und neben der Nidda kann man Vögel sehen: Enten, Gänse, Schwäne und Reiher ziehen dabei die meisten Blicke auf sich.

Auf der anderen Flussseite, also am nördlichen Ufer, von hier bis zur Urselbach-Mündung liegt der einzige Frankfurter Campingplatz. Abgesehen von Touristen nutzen auch Handwerker mit Wohnwagen die Stellplätze, um die hohen Hotelkosten der Region zu sparen. Sogar Studenten sollen angesichts der Wohnraumknappheit in Frankfurt schon zu diesem Mittel gegriffen haben.

Hier mündet der vom Großen Feldberg kommende Urselbach, eingezwängt in ein schmales Bett, weit entfernt von dem einstigen sumpfigen und weit verzweigten Mündungsgebiet.

Am Freibad vorbei wechseln wir auf das nördliche Flussufer nach Heddernheim. Hier sieht man eines der zahlreichen Wehre, mit denen die Nidda reguliert wird, die nun größtenteils in einem engen, künstlichen Bett verläuft.

Nun nutzen wir für 200m eine öffentliche Straße. Da dies aber eine Sackgasse ist, ist nicht mit viel Verkehr zu rechnen.

Rechts, an der Dillenburger Straße gelegen, vom Radweg durch einen Sportplatz getrennt, befindet sich die U-Bahn-Station Heddernheim. Wer unerwartet die Tour hier abbrechen möchte, kann von hier aus sehr viele Bus- und U-Bahn-Linien zur Heimfahrt nutzen.

Empfehlenswert ist hier ein kleiner Schlenker durch den verträumt wirkenden, alten Ortskern von Heddernheim. Hier und von nun an an vielen weiteren Stellen neben dem Radweg findet man immer wieder Kinderspielplätze.

Aber auch das gegenüberliegende Eschersheimer Flussufer ist einen Blick wert.

Ab hier passieren wir immer wieder Kleingartenanlagen. Rund 16.000 Kleingärten in Frankfurt machen deutlich, wie beliebt diese sind, vor allem bei den über 60-jährigen, wie die Statistik belegt. Sie bieten einen hohen Freizeitwert und ermöglichen den Anbau von Obst und Gemüse. Viele Kleingartenkolonien gehen auf die Deutsche Reichsbahn zurück und haben eine mehr als 100-jährige Tradition.

Nach rund 7,5 km Strecke haben wir mittlerweile ein gutes Drittel des Weges geschafft. Ab hier ist mit noch mehr Menschen auf dem Niddaradweg zu rechnen.

Hier am Bubeloch befindet sich eine Hunde-Auslauffläche. Radfahrer sollten hier also verstärkt mit umher rennenden Hunden rechnen.

Ein Kinderspielplatz und ein Minigolfplatz bieten eine gute Gelegenheit für eine kurze Unterbrechung. Geöffnet täglich ab 13:30 Uhr, Sonn- und Feiertags sogar ab 10:30 Uhr.

Bei gutem Wetter ist auch der Grillplatz Hadrianstraße ein Grund zum Verweilen. Übrigens gibt es auch am Ende der Hadrianstraße, 600m neben dem Radweg, einen sehr empfehlenswerten Fahrrad-Service, das Radwerk.

Mit der Römerstadt wurde Mitte der 20er Jahre die frühere römische Siedlung Nida überbaut. Dies war einst das Pompeji Mitteleuropas, doch dann im Mittelalter ein Steinbruch für alle umliegenden Siedlungen, später überbaut durch die neue Trabantenstadt und was übrig geblieben ist, hat die Nordweststadt vernichtet. Hier wurden archäologische Funde in einem unvorstellbaren Maße vernichtet. Heute ist nur noch wenig übrig und das Wenige ist kaum einen Abstecher wert. Also geht es weiter auf unserer Route die Nidda entlang.

Vor der Brücke Rosa-Luxemburg-Straße gibt es eine Brücke über die man nach 500m das Ginnheimer Wirtshaus am Ginnheimer Wäldchen erreicht.

Zwischen Heddernheim und Nied findet man überall Nutrias. Sie sind ursprünglich einmal aus Pelztierfarmen entlaufen und haben sich inzwischen zu einem Bestand von weit mehr als 200 Tieren an der Nidda vermehrt. Sie wissen genau, dass Menschen ihnen nichts tun und lassen sich von Radfahrern nicht stören.

Auf der anderen, der südlichen Niddaseite befindet sich der Volkspark Niddatal, mit 168 ha Frankfurts größter Park. Darin zu finden ein Wasserspielpark, die Lindenallee und die Sandstein-Bastionen. Sie alle sind Überbleibsel der Bundesgartenschau 1989. Der Park ist ein beliebtes Ziel für Läufer, Spaziergänger, Radfahrer, Hundebesitzer, Familien und Wochenend-Ausflügler. Um die weitläufigen und naturnah gestalteten Wiesenflächen im Zentrum gruppieren sich das Nachtigallenwäldchen, das Praunheimer Wäldchen und die Niedwiesen. Wiesen und Gehölze wechseln sich ab mit großzügigen Spielflächen, Wasserspielplätzen sowie Kleingärten und Sportplätzen. Im südlichen Drittel der Parkanlage können Freizeitsportler ihre Übungen an der frischen Luft in einem Fitnessparcours absolvieren. Wer möchte kann den Niddaradweg an der Rosa-Luxemburg-Straße verlassen, in einem großen Bogen durch den Park radeln und an der Praunheimer Brücke auf den Niddaradweg zurück kehren.

Kurz hinter einem weiteren Wehr, in Praunheim mündet der Steinbach, der der Nidda aus dem gleichnamigen Ort kommend, zufließt. Nördlich der Nidda ist noch der alte mäandrierende Verlauf des Flusses zu erkennen.

Überquert man die Nidda auf der Praunheimer Landstraße kommt man nach wenigen Metern zum Brücken-Café. Dieses hat täglich bis 21 Uhr geöffnet und bietet leckeren Kaffee und Kuchen.

Wir bleiben aber am nördlichen Flussufer und haben inzwischen nach etwa 10km Strecke in etwa Halbzeit. Und die zweite Hälfte verspricht anders, aber mindestens genauso schön zu werden.

Rechts neben dem Radweg liegt Praunheim, ein Dorf mit langer Geschichte. Wie alle auf -heim endenden Siedlungen ist auch dies eine fränkische Gründung. Die alten Burgen und Schlösser wurden aber inzwischen alle abgerissen und überbaut.

Mit der Trabantenstadt Siedlung Praunheim, einem sehr frühen Prototyp des sozialen Wohnungsbaus, wurden hier nach dem ersten Weltkrieg rund 1.500 Wohnungen im Bauhausstil geschaffen. Diese sind bis heute prägend für das Erscheinungsbild des Ortsteils.

Da wir uns langsam dem Willi-Petri-Steg nähern, ist das Gelegenheit an den Praunheimer Maler zu erinnern, der 2009 verstarb. Er hatte eine Vielzahl Frankfurter Motive auf Leinwand festgehalten. Viele Praunheimer haben eines der zu seinen Lebzeiten noch sehr preisgünstigen Bilder in ihrem Haus hängen.

Auf der rechten Seite sehen wir dann den Grillplatz Praunheimer Hohl. Es ist schön, dass Frankfurt so viele Grillplätze hat. Gerade die etwas versteckteren Grillplätze sind weniger überlaufen als die ganz bekannten.

Und immer wieder sind gerade die Nutrias eine Attraktion für Groß und Klein.

In der Luftaufnahme sieht man deutlich, welchen verschlungenen Verlauf die Nidda hier einst hatte, bevor sie vom Menschen in dieses schnurgerade Bett gezwungen wurde. Die alten Nidda-Arme sind nun ein Rückzugsgebiet für die vielen hier lebenden Tiere.

Diese Gänsefamilie ist allerdings ganz erstaunlich früh dran dieses Jahr. Immerhin brüten Gänse 28 Tage lang und normalerweise erst im April. Angesichts der letzten sehr kalten Wochen ist es ein Glücksfall, dass die das geschafft haben.

Unter der Brücke der A66 ist das Hausener Wehr. Das Gefühl, den Kopf einziehen zu müssen ist hier noch harmlos. Da kommen gleich noch viel niedrigere Durchfahrten. Wer in der Tagespresse liest, dass es rings um Frankfurt Hochwasser gibt, sollte die Nidda-Radtour verschieben, denn Stellen wie diese sind dann definitiv unpassierbar. Das betrifft aber nur sehr wenige Tage im Jahr.

Jetzt geht es mitten durch Hausen durch. Links über die Brücke, über die Hausener Obergasse, kämen wir direkt in das dörfliche Zentrum von Hausen.Unser Radweg führt aber weiter die Nidda entlang.

Überwiegend auf der südlichen Flussseite liegt das Hausener Freibad. Da es aber auch eine Spiel- und Liegewiese am nördlichen Flussufer hat, müssen wir in einem Bogen darum herum fahren. Sobald wir wieder die Nidda erreichen, müssen wir unter der Ludwig-Landmann-Straße hindurch.

Hinter der Unterführung dann direkt das Restaurant Nidda, das zumindest Sonntags ab 11 Uhr durchgehend geöffnet hat. An vielen anderen Tagen erst ab 17 Uhr.

Auf der rechten Seite finden wir nun eine große Spiel- und Liegewiese, ideal auch für ein Picknick geeignet.

Wenige Meter weiter findet man rechts neben dem Radweg einen Kinderspielplatz. Auf der anderen Niddaseite ist das Brentanobad.

Auf unserem Radweg kommen wir zügig voran. Inzwischen haben wir bereits 12 der insgesamt 20 km geschafft. Vor uns liegen nun einige innerstädtische Parkanlagen, die wir durchqueren.

Hier in Rödelheim geht es zunächst auf der rechten Niddaseite nicht weiter.

Über eine Nidda-Insel überqueren wir die Nidda und fahren durch den Brentano-Park. Der vielfältige, teils exotische Baumbestand eröffnet immer wieder idyllische Blicke auf die Nidda. Zur Zeit der Rosenblüte ist ein Besuch hier ganz besonders lohnenswert. Und es gibt auch einen kleinen Spielplatz.

Geschaffen hat diesen Park der Kaufmann Georg Brentano. Aus einem Landhaus mit Privatgarten machte er nach einer Vielzahl weiterer Grundstückszukäufe eine 13 ha große Parkanlage. Leider hat die Stadt Frankfurt nur 3 ha als Park belassen. Vor allem das Brentanobad hat einen großen Teil der Fläche des früheren Parks verschlungen.

Wir queren die Straße Auf der Insel. Auch hier sollten Sie auf Ihre Kinder wieder besonderes Augenmerk haben. Dann sind wir im Solmspark. Ein Kinderspielplatz und eine Spielwiese sei besonders Familien empfohlen.

Das hier einst stehende Schloss wurde im Krieg zerstört. Eine Plastik erinenrt daran und schmale Wege kennzeichnen den früheren Verlauf der Grundmauern. Eine Schautafel vermittelt viele Hintergrundinformationen zur einstigen Burg und späterem Schloss Rödelheim.

Die Insel auf der wir sind liegt zwischen der Nidda und dem Mühlgraben. Deshalb fahren wir hier ständig über Brücken.

Der Solmspark geht nahtlos über in die nach dem Frankfurter Karikaturisten Kurt Halbritter benannte Anlage, vormals Blauer Steg. Bekannt wurde er durch die Zeitschrift Pardon. Hier steht eine nach seinen Zeichnungen gefertigte Bronzeskulptur, der Barfüßer.

Dann geht es unter der S-Bahn hindurch. Achtung, erneut nur 1,80m lichte Höhe. Kopf einziehen oder absteigen und schieben.

Auf der linken Seite eine der Rödelheimer Kleingartenanlagen. Stilgerecht heißt hier sogar die Straße Schreberweg.
Nun, 14 km nach dem Start, verlassen wir den am stärksten frequentierten Teil des Radweges. Dennoch sind aufgrund des heutigen Feiertages viele Menschen unterwegs.

Übrigens verläuft hier über eine kurze Distanz der Safari-Radwanderweg auf der selben Trasse. Er führt über 25km vom Frankfurter Zoo zum Opel-Zoo in Kronberg. Was wäre eigentlich, wenn alle Zootiere aus dem Opel-Zoo in Kronberg und dem Frankfurter Zoo eine Landpartie unternehmen würden? Ein tierisches Chaos? An 46 Stationen entlang der Route „Safari von Zoo zu Zoo“ regeln Schilder mit witzigen Tierzeichnungen und etliche Objekte die möglichen Begegnungen von Mensch und Zootier gleichermaßen.

Die vielen Brücken über uns sind das Autobahnkreuz von A5 und A648. Oben auf der Straße fällt einem die Nidda hier gar nicht auf. Auf dem Radweg ist hingegen die Autobahn über uns unübersehbar. Ab Mitte 2018 ist hier mit Arbeiten am Autobahnkreuz und einer damit verbundenen Sperrung des Radwegs zu rechnen. Zumindest soll aber immer eine Niddaseite passierbar bleiben.

Nun kommen wir zu der Stelle mit der niedrigsten Durchfahrtshöhe. Die lichte Höhe über dem Radweg beträgt gerade mal 1,75m. Also nochmals den Kopf einziehen oder das Rad schieben. Oder beides.

Zu unserer Linken liegt der 60 ha große Niedwald. Auch darin verborgen sind wieder einige alte Niddaarme, der größte ist der Grill’sche Altarm. Obwohl seit der Niddabegradigung Mitte der 20er Jahre nicht mehr regelmäßig überschwemmt, hat er die typischen Merkmale des Hartholz-Auwaldes bewahrt. Vorherrschend sind Hainbuche, Wildkirsche, Esche, Ahorn und Stileichen.

Die Nidda mag hier ein langsam, schnurgerade dahin gleitender, langweiliger Fluss in einem künstlichen Bett sein. Die Umgebung ist dafür um so abwechslungsreicher. Und der eine oder andere Abstecher offenbart ganz andere Einblicke.

Bis kurz vor dem Höchster Freibad gibt es auf diesem 2 km langen Teilstück vier Stege. Man kann also nach Belieben auch gerne mal die Uferseite wechseln.

Fischerei hat in Nied eine lange Tradition. Auch der Ortsname selbst soll aus dem keltischen stammen und sich aus dem Namen des Flusses Nidda ableiten. Ganz ursprünglich war Nied ein Fischerdorf. Später dominierte dann die Eisenbahn mit seinen Betriebsgeländen und den Eisenbahnersiedlungen. Wer links in die Straße Taunusblick einbiegt, kann nach 500 m am Neumarkt eine solche Eisenbahnersiedlung sehen.

Hier am Unterlauf der Nidda sind zahlreiche Anglervereine ansässig. Typische Fänge sind Karpfen, Schleien, Aale, Weißfische, Barsche und Hechte. Das begehrteste Ziel ist der Zander.

Linker Hand, auf einer Insel liegt das Restaurant Anglerheim Nied. Ein sehr schönes Lokal mit gutbürgerlicher Küche und moderaten Preisen an einem Nidda-Altarm gelegen. Besonders lässt es sich auf der Außenterrasse genießen.

Nun trennt die Nidda die Stadtteile Nied und Höchst. Am Nordufer das Freibad Höchst.

Durch den Ausbau der Nidda in den zwanziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Fluss zu einem Kanal. Zwar machte die Begradigung die Nidda weitgehend hochwassersicher, auf der Strecke blieb dabei aber die Natur: Steile, weitgehend gehölzfreie Böschungen; der Fluss von seiner Aue und seinen Altarmen abgekoppelt; Wehre, die die Fischwanderung unterbinden − dies sind die Merkmale des ökologischen Niedergangs der Flusslandschaft. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main beschloss daher 1998 die Konzeption „Naturnahe Nidda“. Eine ganz besondere Rolle spielt dabei der Rückbau des Wehres Höchst, denn dieses verhinderte, dass die Fische die Nidda aufsteigen konnten. Die Wehranlage wurde 2012 zu großen Teilen abgebaut und durch ein etwa 75 Meter langes, schräg in den Flusslauf gestelltes festes Streichwehr ersetzt. Das Wehrhäuschen aus dem Jahr 1924/1925 auf der rechten Nidda-Seite blieb mitsamt der noch original möblierten Wärterkammer erhalten; der verbleibende „Brückenkopf“ des Wehrsteges wurde zu einer Aussichtskanzel umgebaut. Die Überfallschwelle des Streichwehres ist durch eine Spundwand fixiert, damit das Wehr dem Wasserdruck standhalten kann. Dafür wurden zehn Meter lange Spundbohlen in die Erde eingelassen. Das Ziel, die Nidda durchgängig zu machen, wurde erreicht, dies haben die fischökologischen Untersuchungen gezeigt. Und es sieht auch noch besser aus: ein kleines Stück wilde Nidda.

Nach nunmehr 17 km Fahrtstrecke und 36 Minuten reiner Fahrzeit – natürlich ohne Abstecher und Pausen – nähern wir uns langsam bereits dem Ziel der heutigen Radtour. Eigentlich schade, dass es gleich schon vorbei sein wird.

Stromtrassen überqueren den Radweg. Wir unterqueren die Eisenbahn und kurz darauf auch die S-Bahn. Immer mal wieder wird an Frankfurts Infrastruktur gebaut. Wir befinden uns nun einmal mitten in einer Großstadt. Aber dafür, dass dies Deutschlands fünftgrößte Stadt ist, eine Bankenmetropole mit weltweiter Bedeutung, konnten wir heute sehr viel Grün und frische Luft genießen. Es ist sehr schade, dass viele das zu wenig kennen. Aber das zu ändern, dazu möchte dieser Clip ja beitragen.

Vor der nächsten Brücke die Treppe hoch kommt man auf die Straße Alt-Nied. Nicht nur um den alten Ortskern von Nied einmal zu sehen, weise ich darauf hin. Wer am Ende ein Picknick machen möchte und nicht die ganze Zeit alles mit sich schleppen wollte, kann im dortigen Supermarkt sicherlich alles beschaffen, was man dazu braucht – normale Ladenöffnungszeiten vorausgesetzt.

Nach Unterquerung der Mainzer Landstraße sind wir dann schon an der Wörthspitze angelangt. Dieser rund 500m lange Park mit dreieckigem Grundriss auf einer Halbinsel zwischen Main und Nidda endet an der Niddamündung.

Peinlicher Fehler im Clip: Ich bog zu früh ab. Dies ist eigentlich ein reienr Fussgängerweg. Der Radweg ist 50m weiter. Aber so haben wir die Chance das Niddaufer hier noch etwas länger zu genießen.

Wer die Tour verlängern möchte, kann mit der Fähre auf die Schwanheimer Main-Seite übersetzen und die Schwanheimer Düne besuchen. Zu dieser gibt es einen eigenen Clip in diesem Kanal.

Kurz vor dem Ende der Radtour überspannt eine Bogenbrücke, das Gaasebrickelsche, also das Gänsebrückchen, die Nidda. Darüber gelangen Sie am schnellsten in die Altstadt von Höchst und zur Main-Fähre.

An der Mündung dümpeln Hausboote und ein Hotelschiff im Wasser. Die Altstadt von Höchst lädt zu einer Besichtigung ein und in der Höchster Gastronomie kann man die Radtour ausklingen lassen, im Sommer gerne bei einem Besuch der Biergärten auf dem Schlossplatz.

Damit endet die heutige 20 km lange Radtour. Ich hoffe, es hat Spaß gemacht. In Kürze bald weitere Radtouren in und um Frankfurt am Main in diesem Kanal. Am besten gleich abonnieren, um nichts zu verpassen.

Hans-Peter Brill

Radtour von Harheim bis zu Wörth-Spitze

Nidda-Radtour

meinFrankfurt: Kaisers Kinderparadies

„Kaisers Kinderparadies“ kommt nach Frankfurt am Main

07.07.2017 – 16.07.2017

Frankfurt-Schwanheim Kerbeplatz

Wochentags: 14:0019:00 Uhr
Samstag+Sonntag: 12:0020:00 Uhr
Sonntag 16.7.2017: 12:0019:00 Uhr

Mittwochs Familientag (Kinder 5,-)

Zu einem fairen Eintrittspreis wird richtig viel geboten. Meine Empfehlung hat er.

meinFrankfurt: Free Palestine (Kundgebung in Ffm)

Free Palestine Kundgebung in Ffm

Großbritannien versprach die ehemalige Kolonie Palästina sowohl den Israelis als auch den Palästinensern. Daraus resultieren bis heute massive Probleme. Der heutige Staat Israel wird von vielen als die einzige freie Demokratie im Nahen Osten angesehen. Zur Schaffung eines jüdischen Staates wurde die in dieser Region seit Jahrhunderten lebende palästinensische Bevölkerung enteignet und vertrieben. So war die jetzige Metropole Tel’Aviv mal das palästinensische Fischerdorf Jaffa. Bulldozer kamen und räumten die enteigneten Häuser der Palästinenser zu Gunsten einer neuen Großstadt – nicht nur dort.

Formal garantiert die jüdische Verfassung Religionsfreiheit. 75% Juden und 20% Araber leben im heutigen Staat Israel. Tatsächlich ist der heutige Staat Israel jedoch ein Unrechtsregime mit massiven Repressionen gegen die Bevölkerungsminderheit. In dem zu Unrecht annektierten Westjordanland wird seitens Israel eine völkerrechtswidrige Siedlungspolitik betrieben. Gegen dieses Unrecht tritt ‚Boycott, Divestment, Sanction‘ – kurz BDS – ein. Diese politische Kampagne möchte den Staat Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren, um die 2005 vereinbarten Ziele immer wieder einzufordern:

  • Beenden der völkerrechtswidrigen Besatzung
  • Gewährung der vollen Religionsfreiheit und Gleichberechtigung
  • Ermöglichen der Rückkehr Vertriebener

Manche BDS-Vertreter schießen dabei leider über das Ziel weit hinaus und bestreiten das Existenzrecht des Staates Israel. Solche Extremisten auf beiden Seiten verhindern letztlich jeden Dialog.

Free Palestine – Befreit Palästina

Heute gab es eine Kundgebung in Frankfurt anlässlich der KoPi-Konferenz zu 50 Jahren israelischer Besatzung. Die Veranstalter machen deutlich, dass die Forderung der Palästinenser nach Gleichberechtigung legitim ist, und mit Antisemitismus nichts zu tun hat.

In Ermangelung von Argumenten verkürzen viele Gegner das Anprangern des Unrechts durch den Staat Israel als Antisemitismus und den Aufruf zum Boykott Israelischer Waren als die Nazi-Forderung „Kauft nicht bei Juden“. Derartige Sinnentstellung ist leider nur zu oft bei Berufspolitikern zu finden. So ist es nicht erstaunlich, dass nahezu die gesamte politische Bandbreite von gewaltbereit linksextrem bis rechtsextrem auf einer Gegendemonstration zu finden ist.

Leider gibt es auch innerhalb der palästinensischen Organisatoren Personen, die zur gewalttätigen, linksextremen Szene zu zählen sind. Es ist sehr bedauerlich, dass absolut legitime Forderungen zu Unrecht geraten, wenn man die falschen Personen dafür vor den Karren spannt. Ich bin davon überzeugt, dass das fortwährende Unrecht des Staates Israel gegen die Palästinenser besser Gehör finden würde, wenn man sich von Personen trennen würde, gegen die auch heute wieder Strafantrag gestellt werden musste.

Symbolisch für das beeindruckende Durchhaltevermögen der Palästinenser ist auch ihr Auftreten heute. Selbst einsetzender Starkregen hielt sie nicht davon ab, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung heute auszuüben. Dafür meinen ganz besonderen Respekt!

Hans-Peter Brill

meinFrankfurt: Grill-Verbot im Heinrich-Kraft-Park

 

Grill-Ende für Grillende im HKP

Ab dem 17. Oktober 2016 ist das Grillen im Heinrich-Kraft-Park verboten. Der Ortsbeirat 11 Fechenheim hat festgestellt, dass das Angebot von den Bürgern zu viel genutzt wird. Deshalb sollen alle Grills sowie Tische und Bänke abgerissen werden und die Fläche soll renaturiert werden.

Bisher dachte ich immer, es sei Ironie, unseren Stadtpolitikern vorzuwerfen, sie würden alles zerstören, wenn sie merken, dass die Frankfurter Bürger es mögen. Jetzt ist offensichtlich: Das ist in Frankfurt gelebte Realität!

Es sollen arg viele Autos dort geparkt haben. Da kommt niemand auf die Idee, weitere Parkflächen zu schaffen, beispielsweise am Straßenrand.

An den Wochenenden soll es mitunter etwas lauter gewesen sein. Die Anwohner sind Gewerbebetriebe. Die wird das am Wochenende kaum gestört haben.

Ein Ortsbeiratsmitglied, das nicht genannt werden möchte, bringt den wahren Grund dann auf den Punkt: Es sollen vor allem Offenbacher gewesen sein, die den Grillplatz nutzten. Das sei anhand der Nummernschilder festgestellt worden. Aha, da ist sie wieder die alte Missgunst Frankfurts gegenüber Offenbach.

Und ein anderes Ortsbeiratsmitglied wird dann unter der Hand noch deutlicher: Es sollen darunter viele Türken gewesen sein, die da ganze Hochzeiten gefeiert haben sollen. Herzlichen Glückwunsch Frankfurt zu Deinen rassistischen Ortsbeiräten!

Pfui!

meinFrankfurt: 60 Jahre Frankfurter Kreuz

 

60 Jahre Frankfurter Kreuz

Das Frankfurter Kreuz ist mit täglich 350.000 Fahrzeugen einer der meistbefahrenen Straßenknotenpunkte Europas. Einzigartig ist die räumlich enge Verknüpfung von Straße, Schiene und Flughafen.

Das Frankfurter Kreuz feiert seinen 60. Geburtstag. Am 10. Juli 1956 wurde das Autobahnkreuz in charakteristischer Kleeblattform als damals modernster Verkehrsknotenpunkt nach mehr als dreijähriger Bauzeit dem Verkehr übergeben.

In den letzten Jahrzehnten wurden das Kreuz und die zuführenden Autobahnen immer wieder den gestiegenen Verkehrsanforderungen angepasst. Ende der 1990er Jahre fand der letzte große Ausbau statt. Im Zuge dessen wurde auch die Kreuzung der ICE-Schnellbahntrasse, die das Autobahnkreuz in zwei Tunneln unterquert, realisiert.

Die Bilder zeigen die Durchfahrung des Kleeblatts von Norden kommend. Die A5 hat hier zehn Fahrstreifen. Zwei davon dienen Abbiegern. Diese erste Ausfahrt führt auf die B43 Richtung Kelsterbach und Flughafen. Die zweite Ausfahrt ermöglicht normalerweise das Abbiegen Richtung Köln. Wie so oft gab es mal wieder eine Baustelle. Das Autobahnkreuz ist nun einmal in die Jahre gekommen.

Man sieht deutlich, wie bei der Modernisierung in den 90er Jahren durch zusätzliche Brücken die einzelnen Rampen völlig kreuzungs- und konfliktfrei gestaltet wurden.

Wir befahren sodann eine für Autobahnkreuze so typische 270 Grad – Schleife und biegen nach Osten ab. Hier ist eine Geschwindigkeit von 40 km/h vorgesehen. Die zweispurige Verkehrsführung erhöht den möglichen Durchsatz bei hoher Auslastung.

Wir nutzen dann sofort die nächste Schleife zurück nach Norden. Diese ist nur einspurig befahrbar, dafür aber mit maximal 60 km/h.

Ein erneutes Abbiegen nach Westen Richtung Köln war an diesem Tage nicht möglich. Die Abbiegespur ist wegen der selben Baustelle gesperrt, die wir bereits zuvor gesehen hatten.

So verlassen wir die Autobahn abbiegend auf die B43 Richtung Flughafen.